Vereinfacht dargestellt besteht unsere Skelettmuskulatur aus zwei Gruppen. Den mobilisierenden Muskeln, die ein Gelenk bewegen und den Stabilisatoren. Die stabilisierende Muskulatur sorgt dafür, dass beide Partner eines Gelenks (z.B. Schulterdach und Oberarmkopf oder zwei Wirbel) zentriert werden, d.h. optimal zueinander stehen, bevor eine Bewegung statt findet. Somit spannt sich im Normalfall immer zuerst die lokale, stabilisierende Muskulatur an und dann die bewegende.

Durch ein Trauma, z.B. einen Sturz oder einen Bandscheibenvorfall kann diese Balance gestört werden. Wenn in der Folge das Gelenk bei bzw. vor Bewegungen nicht mehr gut zentriert wird kann es zu Überlastungen der Gelenke und vermehrter Abnutzung kommen wodurch das Risiko für Arthrose steigt. Die Dysfunktionen der lokalen Stabilisatoren versucht der Körper durch vermehrte Anspannung anderer Muskeln zu kompensieren.

Da aber beispielsweise die großen Musklen im Schulter- Nackenbereich nicht suffizient die Aufgaben der tiefen, kleinen Halswirbelsäulenmuskulatur übernehmen können, beginnen Sie nach einiger Zeit zu verspannen, was z.B. zu Kopfschmerzen führen kann.

Beim Training der lokalen Stabilisatoren geht es weniger darum die Muskeln zu kräftigen. Vielmehr wird überprüft, ob der Muskel gut und rechtzeitig angesteuert wird.

In durchschnittlich 6- 8 Sitzungen lässt sich die lokale Stabilität der Gelenke wieder erreichen. Dies führt, in Kombination mit manuellen Behandlungstechniken, zur einer deutlichen Reduktion von Schmerzen bzw. völligen Beschwerdefreiheit.